Naturschutzgebiet Strandseenlandschaft Schmoel

Luftbild NSG            Google 2009
Luftbild NSG Google 2009

Ende 1990 entstand direkt an der Ostseeküste das  ca. 50 ha große Naturschutzgebiet „Strandseelandschaft Schmoel“  als Ausgleich für den Landschaftsverbrauch durch die Deichverstärkung vor der Probsteier Küste Ein 1200 m langes Teilstück wurde dafür abgetragen und die níedrig  gelegenen Flächen wieder dem natürlichen Einfluss der Ostsee überlassen.  Die Dynamik dieses Küstenabschnittes wird auch durch die im Ostseespülsaum liegenden, wie der freigespülten Baumstämme sichtbar, die auf eine völlig andere Küstenlinie in der Vergangenheit hinweisen. Schon nach kurzer Zeit der Rückdeichung stellte sich im Gebiet wieder eine küstentypische Vegetation mit Arten wie Meerkohl, Meersenf, Stranddistel , Strandwegerich, Salzmiere und Mauerpfeffer ein. Auf den ehemaligen Ackerflächen hat sich ein vielfältiger Busch- und Baumbestand entwickelt. Die Stiftung Naturschutz unterstützt diese Entwicklung durch eine extensive Beweidung mit Angus-Rindern.

Das Naturschutzgebiet  wird aus dem vor allem landwirtschaftlich genutztem Hinterland mit Süßwasser versorgt, welches leider auch viele Nährstoffe und Sedimente mit sich bringt. Über die Einrichtung von Sandfängen und Uferrandstreifen an dem ins NSG fließenden Scheidebach wird eine Verbesserungen der ökologischen Situation angestrebt. Um einen Rückstau in die umliegenden Nutzflächen zu verhindern, wird regelmäßig ein Abfluss zur Ostsee aufrechterhalten.

Erfreulicherweise ist der östliche Strandsee von diesen Nährstofffrachten aber verschont geblieben. Dort konnte sich eine wertvolle und einzigartige Lebensgemeinschaft mit spezialisierten Tier- und Pflanzenarten entwickeln. Die großen Bestände des Tausendblattes und das Vorkommen des seltenen Kaspischen Taumelkäfers seien hier beispielhaft genannt.

 

 

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